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Gamsbart

Der Gamsbart ist eine Jagdtrophäe die aus dem Haar der Gams (Gemse), des Rothirsches oder des Dachses gebunden wird. Die Königsklasse ist ein Gamsbart mit mindestens 19 cm Länge.

Hierzu wird von einem gesunden 4-7 Jahre alten Gamsbock die Haare entlang der Wirbelsäule rasiert. Diese werden dann ausgekämmt, gewaschen, in eine Zeitung eingerollt, getrocknet und wieder gewaschen und eingerollt. Später kommen sie dann in ein spezielles Gläsgefäß mit der Spitze nach unten.
Jedes einzelne Haar muss mit dem Fingernagel aussortiert werden. Nur gerade Haare, welche möglichst dunkel mit einer hellen Spitze kommen in Frage. Danach wird die Länge sortiert, so entstehen Büschel von ca. 100 bis 200 Haaren.
Für einen guten Bart werden bis zu 200 dieser Büschel benötigt. Das kürzeste Büschel wird um eine Seele aus Holz oder Metall gewickelt, dann werden nach unten immer längere Büschel eingebunden. Es wird ohne Knoten gearbeitet, so muss das Binden in einem Zug erfolgen.

Für einen Meisterbart werden die Haare von ca. 10 bis 15 Böcken benötigt. Entsprechend teuer sind dann die Gamsbärte auch. Es gibt nur noch sehr wenige Personen, die diese Kunst beherrschen.

 

 

1. Mai

Bildnachweis SusanneK in Flickr CCLizenz