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 Springerle und Wachsmodeln

Ein schöner alter Brauch, der früher sogar einen eigenen Handwerksberuf
hatte.

Ursprünglich dienten die Springerle als Glückwunschkarten zu jedem Anlass. Wie es auch noch heute ist, wurden um die Weihnachtszeit am meisten verschenkt, so daß dieser Brauch hauptsächlich um die Weihnachtszeit noch gepflegt wird. Dies ist allerding schade, denn die hübschen Anhänger sind ein tolles Geschenk für jung und alt, denn sie können später gegessen werden. Es gibt sie mit verschiedene Motive.

Die Springerle bestehen aus dem sogenannten Eiermarzipan. Dieser Teig besteht aus Eiern, Zucker und Mehl. Da er nach dem Backen noch genauso weiß wie teueres Marzipan ist und ihn sich auch die ärmeren Leute leisten konnten, kam der Begriff Eiermarzipan auf. Tatsächlich ähnelt der Teig am ehesten einen sehr festen Bisquitteig.

Dieser wird mit Holzmodeln geprägt und mit speziellen Messern zugeschnitten. Dann muss er ruhen. Nach dem Backen zeichnet ein schönes Springerle ein klares weißes Relief und ein goldgelbes Füßchen aus.

Nach dem Backen sind die Springerle sehr hart und fast unbegrenzt haltbar. Das schönste, wenn die Dekoration nicht mehr gefällt, kann sie einfach aufgegessen werden.

Die Holzmodeln für die Springerle wurden von Generation zu Generation
weitervererbt und nicht nur zum Springerle backen verwendet. Es konnte damit auch Wachs geprägt bzw. gegossen werden. und daraus ntstanden dann die heute kaum noch bekannten Wachsmodeln.

Auch für Honiglebkuchen wurden die Holzmodeln verwendet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.springerle.de

Wer es selbst probieren möchte findet hier das Rezept dazu.

Springerle (c) Brauchtumsjahr.de