die Eisheiligen

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die Eisheiligen

Pankrazi, Servazi, Bonifazi, das sind die drei frostigen Bazi.
Und am End fehlt nie
die kalte Sophie.

Den Spruch kennt in Süddeutschland jeder, denn es handelt sich doch um die wichtigsten Wetterlostage im ganzen Jahr. Nicht nur die alljährliche Glaubensfrage, wann frostempfindliche Pflanzen ins Freie dürfen wird bis heute an den Eisheiligen festgemacht, sondern auch die erste Schafschur im Jahr, der erste Weidegang des Viehs, der Almauftrieb oder gar, wann die Kinder barfuß laufen dürfen.

Die Heiligen wurden, auch früher nicht, für das Wetter verantwortlich gemacht.

Jahrhundertelange Wetterbeobachtungen zeigen, das bestätigt auch die Meteorologie, dass bis Mitte Mai noch mit erheblichen Kälteeinbrüchen zu rechnen ist, danach aber zumindest keine Frostgefahr mehr besteht. So hat man einst die zufällig um diesen Zeitpunkt gefeierten Heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia kurzerhand zu den Eisheiligen erklärt.

Spinnennetz am Morgen von Friedling/pixelio

Bildnachweis: Friedrich Frühling / pixelio.de