Maibaumaufstellen

Drucken E-Mail

Maibaumaufstellen

In vielen Dörfern und Gemeinden wie auch in manchen Stadtvierteln in Bayern wird alle 4 Jahre ein Maibaum aufgestellt. Dieser wird bereits Wochen zuvor im Wald geschlagen, entrindet und meist blau-weiß angemalt. Oft werden noch Bildtafeln am Baum befestigt.
In Bayern ist es ein sehr beliebter Brauch den Baum vom Nachbardorf zu stehlen. Da werden Späher ausgeschickt, die das Versteck vom Baum suchen, welcher natürlich Tag und Nacht bewacht wird.
Wird dann der Baum dennoch geklaut, sind oft zähe Verhandlungen für die Auslöse nötig. Die Währung ist meist Bier und Brotzeit. Wenn alles klappt, wird am 1. Mai der Baum ins Dorf gebracht und traditionell nur mit Muskelkraft aufgestellt. Danach wird die Auslöse zusammen verbraucht und bis in die Nacht gefeiert.
Nächstes Jahr trifft es dann ein anderes Dorf evtl. sogar dann das der „Diebe“.

Der Sinn des Baumes ist über die Jahre leider nicht mehr genau nachvollziehbar. Im 13. Jahrhundert gibt es hierzu die ersten Hinweise, der Ursprung könnte aber auch gut heidnisch sein.

Weitere Informationen unter Maibaum-Verein.de

Maibaum aus Bayerisch-Schwaben von Battmann/Pixelio

Bildnachweis: Hans-Dieter Buchmann / pixelio.de